Umgehung des Hektarhöchstertrags wird unterbunden

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(Landwirtschaftskammer Rheinland Pfalz) Bad Kreuznach, 04.05.2010

Umgehung des Hektarhöchstertrags wird unterbunden

Mit einer Änderung des Weingesetzes will die Bunderegierung einen vielbeklagten Umgehungstatbestand der qualitätsorientierten Hektarhöchstertragsregelung unterbinden. Einem durch die Parlamentarische Staatssekretärin Julia Klöckner mitgeteilten Kabinettsbeschluss zufolge soll der Deutsche Bundestag in einem beschleunigten Verfahren jetzt dafür sorgen, dass bereits ab der Ernte 2010 eine Gesetzeslücke geschlossen wird. Ökonomierat Norbert Schindler MdB, Präsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, sieht darin einen wichtigen Schritt zur allgemeinen Durchsetzung der mit der Hektarhöchstertragsregelung verbundenen Qualitätsorientierung: "Künftig wird ausgeschlossen sein, dass aus Trauben mehr herausgepresst wird, als der Höchstertrag vorsieht."

Während sich jeder Winzer an die gesetzliche Vorgabe halten muss, pro Hektar Rebfläche nicht mehr als die erlaubte Menge an Wein in Liter zu erzeugen, wird beim Verkauf der geernteten Trauben deren Gewicht in Liter umgerechnet, um die Übereinstimmung mit der Höchstertragsregel festzustellen,. Dies geschieht der Einfachheit halber nach dem generellen Schlüssel: 100 kg Trauben = 75 l Wein. Im Gegensatz zu diesem theoretischen Umrechnungsfaktor konnten aber in der Praxis auch deutlich darüber liegende Mengen als Qualitätswein vermarktet werden dürfen. Die Hektarertragsregelung muss nach dem Auftrag der Bundesregierung daher im Weingesetz so verankert werden, dass eine Umgehung künftig ausgeschlossen ist.

Bereits im vergangenen Jahr hatte sich Präsident Schindler für Qualität und Gerechtigkeit und damit für eine Einhaltung der Höchstertragsregelung auch beim Verkauf von Trauben an verarbeitende Betriebe eingesetzt. Verhindert werden sollte, dass aus Trauben mehr Most als durch den Umrechnungsfaktor vorgegeben gepresst wird. Dies werde durch das Votum des Bundestages und die aufgrund der vorhanden Übereinstimmung u.a. mit dem rheinland-pfälzischen Weinbauminister Hendrik Hering erwartete Zustimmung des Bundesrates nun erreicht.


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